Rhombusleisten richtig montieren
Die offene Fuge: Optisches Highlight mit technischen Tücken
Wenn Sie in Paderborn und Umgebung neue Architektenhäuser oder moderne Carports betrachten, sehen Sie sie fast überall: Rhombusleisten. Diese speziell gehobelten Holzprofile (meist aus kanadische Lärche, Douglasie oder Thermoholz) zeichnen sich durch ihren rautenförmigen Querschnitt aus.
Sie werden mit Abstand montiert (offene Schalung). Das sieht elegant aus, bedeutet aber: Regen und UV-Strahlung dringen durch die Fugen hinter die Fassade. Die Montage verzeiht daher keine Fehler.
Der Aufbau: Was hinter der Leiste passiert
Eine Rhombus-Fassade funktioniert nur als hinterlüftetes System. Die Luft muss zirkulieren können, damit nasses Holz schnell wieder abtrocknet.
Die schwarze Wand:
Die UV-Fassadenbahn Da die Fugen offen sind, würde man bei einer direkten Montage auf die Hauswand das Mauerwerk oder die Dämmung sehen. Schlimmer noch: Regenwasser würde eindringen. Deshalb ist eine spezielle Fassadenfolie (meist schwarz und extrem UV-beständig) absolute Pflicht. Normale Unterspannbahnen aus dem Dachbau zersetzen sich durch das einfallende UV-Licht in wenigen Monaten!
Die Unterkonstruktion (Konterlattung)
- 1. Traglattung: Wird horizontal auf die Wand geschraubt und hält die Dämmung/Folie.
- 2. Konterlattung: Darauf kommt – oft schwarz gestrichen, damit sie durch die Fuge nicht "durchblitzt" – die eigentliche Unterkonstruktion für die Rhombusleisten. Auch hier gilt: Materialgleichheit beachten (Lärche auf Lärche). Lattung vertikal
Die Montage der Rhombusleisten
Der rautenförmige Schnitt der Leiste ist nicht nur Design, sondern pure Physik. Die Schräge sorgt dafür, dass Regenwasser wie bei einer Tropfkante nach vorne abgeleitet wird und nicht in die Fuge läuft.
Die goldene Regel:
Die Ausrichtung Die breitere Seite der Raute zeigt nach außen, die Schräge muss nach außen abfallend montiert werden. Montieren Sie die Leiste falsch herum, leiten Sie das Wasser direkt in die Unterkonstruktion.
Der Fugenabstand
Der Abstand zwischen den Leisten sollte idealerweise 8 bis 15 mm betragen.
- Ist er zu gering, kann sich bei Nässe (Quellen des Holzes) Wasser in der Fuge stauen (Kapillareffekt).
- Ist er zu groß, wird die Unterkonstruktion zu stark durch Witterung belastet. Nutzen Sie bei der Montage konsequent spezielle Abstandhalter, um ein einheitliches Fugenbild zu garantieren.
Schrauben oder klemmen?
Die Befestigung entscheidet über die Lebensdauer.
- Sichtbare Verschraubung: Der Klassiker. Nutzen Sie zwingend rostfreie Edelstahlschrauben (A2, bei salzhaltiger Luft oder Eiche A4), da verzinkte Schrauben durch die Gerbsäure im Holz rosten und unschöne schwarze Laufspuren ("Ausbluten") hinterlassen.
- Unsichtbare Befestigung: Hierbei werden die Leisten von hinten mit speziellen Clips versehen, Leiste muss für den Clip vorbereitet sein. Vorteil: Unsichtbare Befestigung.
Unser Service: Wir beraten Sie bei Holz Disselnmeyer gerne zur Berechnung der Lattung und haben das komplette Zubehör vom Spezial-Bohrer bis zur UV-Folie am Lager.
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